Gesundheitsköchelei

Walnussblätter

Bei Walnuss denken wir natürlich an die Nuss. Doch jetzt ist genau die Zeit, zu der die kleinen, rotbraunen Walnussblätter einen unglaublichen Duft entfalten! Dieser Duft kommt vom ätherischen Öl, das unserer Haut guttut. Ein alter Heilpraktiker Tipp ist der Duft der frischen, jungen Walnussblätter im Schlafzimmer zB bei Neurodermitis. Das ätherische Öl der Walnussblätter beruhigt und wirkt sich günstig auf die Bakterienflora der Haut aus (antimykotisch).

Hausmittel Tipp: junge, rotbraune Walnussblätter ernten, offen in eine Schüssel geben und ihren Duft verströmen lassen, so viel wie angenehm. Getrocknet passen die Walnussblätter mit Stiefmütterchen und Birkenblätter in einen Hauttee.

 

Hustenzucker

Auf den ersten Blick könnte man meinen, den selbst gemachten Hustenzucker unterscheidet nur der Buchstabe "L" vom Hustenzuckerl im Sackerl. Doch das ist ein ziemlicher Irrtum: der selbstgemachte Hustenzucker enthält 10x so viele Kräuter! Und dazu ist er frei von Zusatzstoffen, er ist streufähig und kann auch den Tee versüßen und gut dosiert werden und - ein ganz wichtiger Punkt - die hitzeempfindlichen Schleimstoffe von Spitzwegerich oder Malve sind auch noch intakt, weil er kalt zubereitet wird.

Dann hab ich noch was vergessen: im selbst gemachten Hustenzucker ist richtiger Zucker drin, der hat nämlich auch eine Wirkung und Zuckeraustauschstoffe nützen hier gar nichts.

Hausmittel Tipp: 1 Teil frische Hustenkräuter wie Thymian, Salbei, Spitzwegerich, Malve, Fichtenspitzen, Ysop oder was man grad findet mit 2 Teilen Zucker fein mixen und bei 40°C oder auf dem Ofen trocknen. Anschließend nochmal mixen, in ein Glas füllen, fertig!

 

Brustbalsam

Die Fichten geben grad ein farbliches Lebenszeichen: fröhlich-grüne Wipfel sprießen heraus und erhellen ihr sonst so düsteres Erscheinungsbild. Irgendwie bekommt man Lust, sie beim Spazierengehen zu sammeln. Wir könnten eine Hustensaft daraus kochen. Oder eine Brustsalbe zum Durchatmen! Die funktioniert gut, das würde man gar nicht glauben, weil ja der Duft sehr sanft ist. 

Köchelei Tipp: eine handvoll hellgrüne Fichtenwipfel in einem Viertelliter Olivenöl erwärmen. Eine halbe bis eine Stunde ziehen lassen und dann abseihen. 50 g Bienenwachs darin schmelzen und den Balsam in Salbentiegel oder kleine Gläser abfüllen. Etwas Quendel verstärkt die Wirkung zum Durchschnaufen. Der Brustbalsam ist immer dann geeignet, wenn eine Erkältung die Nase verstopft. Kinder mögen diese milde Wirkung und den Waldduft gerne.

 

Salzen mit Sole

Mit dem Salz ist das auch so eine Sache. Wir brauchen Salz unbedingt und es ist durch nichts ersetzbar. Wenn wir nachrechnen bemerken wir aber, dass wir oft viel zu viel davon essen.

Damit etwas salzig schmeckt müssen sich Natrium und Chlor voneinander trennen und alleine in ionisierter Form herum schwimmen: das positive Natrium-Ion und das negativ geladene Chlor-Ion, nur so können unsere Geschmacksknospen salzig aufspüren.

Wenn wir die beiden schon vorher in Wasser auflösen, also eine Sole herstellen und damit salzen, dann schmecken wir das Salz viel schneller. Und: dadurch brauchen wir weniger Salz. Das wäre natürlich für das Geschäft der Salinen nicht förderlich, deshalb haben die Salinen die Körnung von Salz über die Jahrzehnte immer gröber gemacht. Denn so salzen wir mehr.

Sole zum Würzen: 2 EL Steinsalz und 100 g Wasser in ein Schraubglas geben, zuschrauben und einen Tag warten. Dann hat sich das Salz aufgelöst und es ist eine gesättigte Salzlösung - eine gesättigte Sole - entstanden. Diese Sole würzt flüssige Speisen hervorragend. 

 

 

Leinsamengummi

Wem der Virus schon ein wenig im Magen liegt, nicht durch Ansteckung, sondern weil er den Job gefährdet und die Mimik der Freunde versteckt, der könnte sich mit dem Leinsamen anfreunden. Der Leinsamen schnappt alles an Wasser, was er kriegen kann, und hüllt sich darin ein. Einen weichen Flaum bildet der um seine Samen herum. Und wer diesen Flaum über die Magenschleimhaut legt fühlt sich gleich nicht mehr so gereizt. Der gequollene Leinsamen ist eines der besten Magenmittel. 

Wenn sich der Magen wieder erholt hat wird auch der Leinsamen nicht mehr in dieser Menge gebraucht. Weil er schirmt nicht nur Reizstoffe ab, er hält auch Nährstoffe von der Magensäure fern. Leinsamen im Brot ist dauerhaft eine gute Sache, aber dieser Leinsamengummi ist einfach für die gereizten Phasen des Lebens.

Leinsamengummi: 100 g Leinsamen schroten und in 0,2 Liter Wasser 2-3 Stunden einweichen. Das wär jetzt eigentlich schon das Heilmittel für den Magen. Mit ein paar weiteren Zutaten schmeckt das wirklich gut: 70 g Parmesan gerieben, 1 Knoblauchzehe fein gehackt, 1/4 TL Salz und Pfeffer zum Leinsamen rühren, auf ein Backblech mit Backpapier streichen und trocknen bei 40°C. Wenn der Kachelofen noch warm ist geht es dort auch gut, die Trocknung sollte wegen der Haltbarkeit nicht länger als einen Tag dauern. Der Leinsamengummi schmeckt auch zum Rotwein - für alle, die kein Magenweh haben!

 

Bärlauchblüte

Bei uns in Unken fängt der Bärlauch jetzt zu blühen an und ich freue mich jedes Jahr darauf. Die kugelige, weiße Blüte erinnert gleich an die Verwandten vom Bärlauch, die verschiedensten Zwiebeln, und ihr Aroma ist feiner und harmonischer, nicht so aufdringlich lauchig wie das der Blätter. Die Verwechslungsgefahr verschwindet auch mit der Blüte.

In den letzten Jahren wurde auch der Bärlauch genauer unter die pharmakologische Lupe genommen. Doch um Arzneimittel daraus zu produzieren ist er zu eigenwillig: er stimmt seine Inhaltsstoffe jeweils ziemlich genau auf den Boden und das Klima ab, und das ist überall anders. Interessant ist jedoch, dass die Blüte am stärksten gegen Pilze wirkt. Und Pilze sollten sich ja im Darm nicht zu sehr ausbreiten. Diese Antipilzwirkung ist bei einem sauren pH Wert unter 4 am kraftvollsten. Vielleicht schmeckt die Bärlauchblüte deshalb am besten, wenn sie in Essig eingelegt ist?

Essigauszug Tipp: 5 frische Bärlauchblüten mit einem halben Liter Apfelessig übergießen und einige Tage stehen lassen. Das Aroma entwickelt sich schnell und besonders attraktiv für Salate.

 

Huflattichblüte

Der Huflattich lacht uns jetzt schön gelb an, wenn wir alleine oder mit unseren WG Partnern Forstwege entlang wandern. In China wurde ein sehr interessantes Screening* gemacht, wo alle jene Pflanzenwirkstoffe darauf getestet wurden, ob sie Coronaviren binden können, bei denen es aus der Literatur schon Hinweise gibt. Dann haben sie diese wirkungsvollen Inhaltsstoffe mit den  Heilpflanzendatenbanken abgeglichen. Zum Schluss wurde noch nachgeschaut, welche dieser Heilpflanzen auch in der traditionellen Medizin für Atemwegserkrankungen angewendet werden. Heraus gekommen ist eine Liste mit 26 Medizinalpflanzen, die großteils für uns sehr exotische und unbekannte Namen haben. Nur einer ist mir gleich ins Auge gestochen: der Huflattich, bei dem die Blüte als besonders wirksam eingestuft wurde. 

Naturapotheken Tipp: 1 EL frische oder 1 TL getrocknete Huflattichblüten mit einem halben Liter heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. 

*Deng-hai Zhang, Kun-Jun Wu, Xue Zhang, Sheng-qiong Deng, Bin Peng: In silico screening of Chinese herbal medicines with the potential to directly

inhibit 2019 novel coronavirus. Journal of Integrative Medicine 18 (2020) 152-158

 

 

Melissenmilch fördert den Geist 

Die Zitronenmelisse schaut, noch ein wenig verschlafen, schon aus der Erde. Der Frost heute Nacht hat ihr allerdings zugesetzt. Dieses Zitronige, das sie in sich trägt, mögen die meisten Menschen gerne. Der Duft der Zitronenmelisse flutet das Gehirn und wir haben das Gefühl, er rüttelt da so einiges wach. Und dieses Gefühl täuscht nicht. Zitronenmelisse setzt Acetylcholin frei und erhöht so die Denkleistung. Das konnte in einer Untersuchung mit Alzheimer Patienten nachgewiesen werden: 1 TL Melissenpulver pro Tag verbesserte die Denkleistung messbar. Kein Wunder, dass Zitronenmelisse schon im 16. Jahrhundert als Geistbeschleuniger galt!

Kulinarik Tipp: In Verbindung mit Buttermilch werden die fettlöslichen ätherischen Öle gut verwertet. Eine Banane mit einem Esslöffel Melissenpulver (oder später mit frischer Melisse) gemixt und mit einer Prise Galgant gewürzt hebt die Stimmung, aktiviert unser Denken und lässt Ruhe einziehen.

 

 

Löwenzahnblatt

Die jungen Löwenzahnblätter fangen unseren Blick mandala-artig ein. Schöne Rosetten bilden sie jetzt. Rund, harmonisch und gleichzeitig zähnezeigend ist auch sein Geschmack und seine Wirkung: der Löwenzahn ist bitter und sauer und damit weckt er unsere Verdauung auf. Der Löwenzahn bringt alles in Bewegung umschreibt ihn am besten: er lässt die Verdauungssäfte fließen und die Gedanken sprudeln. Genau das, was wir jetzt nach dem Winterschlaf körperlich und geistig brauchen.

Kulinarik Tipp: Löwenzahnblätter und Ostereier passen zusammen, das sagt uns der Geschmackssinn. Auch physiologisch passen sie zusammen, die Bitterstoffe regen den Magensaft und die Galle an und damit werden die Eiweiße gut verwertet. Dazu können noch ein paar Walnüsse mit ihren omega-3-Fettsäuren, etwa Fruchtiges wie frische Äpfel und eine Marinade mit Balsamicoessig.

 

Wo steckt am meisten Grünkraft?

In diesen sonnigen Tagen in der Karwoche steigt die Sehnsucht nach frischem Grün. Kein Wunder, morgen ist Gründonnerstag, der Tag der grünen Suppe. Doch wo steckt am meisten der begehrten Grünkraft? 

Es ist die Brennnessel: alle Chlorophylle zusammengerechnet ist sie Spitzenreiterin!

Tipp: jetzt im Frühling viel von den frischen Brennnesselspitzen sammeln und verkochen. Überschüssiges bei max. 40°C trocknen, so wird die geballte Chlorophyllkraft haltbar. Die getrockneten Brennnessel pulverisieren. 1 Esslöffel von diesem Pulver bringt 420 mg Kalzium, 50 mg Magnesium und 2,2 mg Eisen, das sind beträchtliche Portionen (Berechnung nach BLS*). In Kombination mit Buttermilch (Sauermilch, Joghurt), Apfelessig oder Honig schaffen es die Brennnesselinhaltstsoffe noch besser durch den Darm und sind somit eine natürliche, wertvolle Nahrungsergänzung.

*BLS: Deutscher Bundeslebensmittelschlüssel, umfangreichste deutschsprachige Datenbank für Lebensmittelinhaltstoffe

 

 

Karotten Essiggetränk

Wer viel Wurst, Innereien und Eier ist, isst auch viel Vitamin A. Dabei vergessen wir manchmal auf das Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, die stark antioxidativ wirkt und für das Immunsystem eine starke Barriere aufbaut.

Erst beim genaueren Hinschauen sehen wir, dass nach dem aktuellen Ernährungsbericht ein Drittel der Österreicher und Österreicherinnen zu wenig Carotin in ihrem Essen haben. Das lässt sich leicht ändern: alles, was orange und rot ist, Karotten, Marillen, Paprika etwa, und dazu noch Kraut und Spinat, wo sich das Chlorophyll vor das Carotin gedrängt hat. Das Karotten Essiggetränk als Aperitif oder zur Mahlzeit bringt Carotine mit Essig und Fett zusammen, wobei Essig und Fett als Einstiegshilfe in der Körper wirken.

Hausmittel Tipp: 200 g Karotten und 10 g Ingwer in der Küchenmaschine zerkleinern und mit einer halben Tasse Honig, einer halben Tasse Apfelessig und etwas Zimt mischen. 2 Tage ziehen lassen, abseihen und mit Wasser verdünnt zum Fastenausklang trinken. Die abgeseihte Karottenmasse auf einem Teller verteilen und zum Trocknen auf den Ofen stellen. Es entsteht ein delikater Snack.

 

Zitronenessig

Zitronenschalen und Eierschalen sind ja eigentlich organische Abfälle und trotzdem mag unser Kompost sie nicht gerne. Sie liegen da ewig drin und ärgern dann beim Garteln. Aus den Zitronenschalen können wir aber mit Essig noch ganz viel Aroma herauslösen. Also, die unbehandelten Zitronenschalen, die immer wieder anfallen, einfach in Streifenschneiden und mit Apfelessig übergießen. Schon nach wenigen Tagen duftet und schmeckt der goldgelbe Zitrusessig nach Sommer und Sonne.

Hausmittel Tipp: die Schalen von 3 ausgepressten Zitronen in Streifen schneiden, in ein Glas geben und mit einem halben Liter Apfelessig übergießen. Der Zitronenessig empfiehlt sich für die Marinade zu Blattsalaten ebenso wie als Reinigungsmittel.

 

Apfelessig für die Haut

Der Zwölffingerdarm das Basische und durch dieses pH Wert hin und her schaukeln schaffen sie eine perfekte Barriere zwischen Außenwelt und Innenwelt. So ein hin und her überleben nur wenige Mikroorganismen.

Deshalb habe ich mir gedacht, ich mach das mit meinen Händen auch so: zuerst mit Seife waschen, das hebt den pH Wert über 7, mit ganz normalen Seifen. Dann nehme ich einen Apfelessig, dem ich 5 Teile Wasser beigemischt hab. Der hat einen sauren pH Wert und hilft der hauteigenen Bakterienflora wieder auf die Sprünge.

Hausmittel Tipp: 1 Teil Apfelessig mit 5 Teilen Wasser mischen, in eine Sprühflasche füllen und nach dem Händewaschen einsprühen

 

Kapuzinerkresse Kren Tropfen

3 Teile Kapuzinerkresse

1 Teil Krenwurzel

Alkohol 40%

Zubereitung: Frische Kapuzinerkresseblätter und –blüten schneiden, Krenwurzel schälen und schneiden, alles in ein Schrubglas geben und mit dem Alkohol bedecken. 4 Wochen ziehen lassen, manchmal schütteln, dann abseihen und in eine dunkle Tropfflasche füllen.

Anwendung: in der Erkältungszeit und bei beginnenden Infekten 2 -3 mal 10 Tropfen pro Tag nehmen

 

Pechsalbe

200 g Olivenöl

80 g Harz von Nadelbäumen

40 g Bienenwachs

Zubereitung: Das Harz im Öl erwärmen und auflösen. Dann abseihen und das Bienenwachs darin schmelzen. Die Temperatur sollte max. 70°C erreichen.

Anwendung: Die Pechsalbe eignet sich bei kleinen Wunden (Schürf-, Schnittwunden), bei Enzündungen, Verspannungen, Schwielen, kalten Füßen.

 

Roggensauerteigbrot unserer Familie

Für ein gutes Roggensauerteigbrot brauchen wir nur Roggenmehl, ein wenig Weizen oder Dinkel, Gewürze, Wasser und, ganz wichtig, Milchsäurebakterien. Diese Milchsäurebakterien schwirren ständig in unserer Umgebung herum, doch wir können sie selbst einfangen und den Sauerteig so von Grund auf selber machen. Andreas hat dieses Rezept ausgetüftelt und bäckt es regelmäßig im Lehmofen.

 

Sauerteigansatz

Zutaten:

9 EL Roggenvollkornmehl

9 EL Wasser

Zubereitung:

Die Zubereitung des Sauerteigansatzes dauert mindestens 3 Tage. Am ersten Tag werden 3 Esslöffel Roggenmehl mit 3 Esslöffel Wasser (Zimmertemperatur) gemischt und in ein Schraubglas gegeben. Die Konsistenz soll etwa die eines Grießbreis sein, so erklärt Brotbotschafterin Roswitha Huber das ihren Schülern. Der Deckel wird nur auf das Glas gelegt und nicht zugeschraubt. Dazu eignen sich Einweckgläser mit Glasdeckel oder Drahtbügelgläser ohne Gummi gut. So kann die Luft aus der Umgebung mit samt den Bakterien hinein.

An den nächsten beiden Tagen werden wieder jeweils 3 Esslöffel Roggenmehl und 3 Esslöffel Wasser eingerührt. Duftet der Sauerteigansatz fein säuerlich und wirft er Blasen, so ist er für das Brotbacken bereit. Er hält auch einige Wochen im Kühlschrank durch oder er kann getrocknet und später mit Wasser wieder aufgeweckt werden.

 

Roggensauerteigbrot

Wenn wir das Roggensauerteigbrot mit Vollkornmehl machen, so haben wir mit jeder Scheibe Brot folgenden Mehrwert gegenüber Auszugsmehl:

die Ballaststoffe als Präbiotikum (die Bakterien freuen sich über das üppige Mahl), Lignane als Phytoöstrogene, Alkylresorcinol (wirkt antithrombotisch, antimutagen und entzündungshemmend), viel vom Vitamin B Komplex und einen ganzen Haufen Mineralstoffe.

Zutaten:

50 g Sauerteigansatz

1,5 kg Roggenvollkornmehl

0,3 kg Dinkel- oder Weizenmehl

1,2 kg Roggenmehl

Wasser

45 g Salz

27 g Kümmel

3 g Schabzigerklee

3 g Anis

15 g Koriander

4 g Kardamom

Zubereitung:

Zuerst geben wir zum Sauerteigansatz 1,5 kg Roggenvollkornmehl und ungefähr gleichviel Wasser, es entsteht ein zäh reißender Teig. Jetzt ist erst einmal Teigruhe angesagt, die sollte etwa 12 Stunden dauern. Dem Teig taugt es bei 20 bis 25°C am besten. Nach dieser Ruhephase nehmen wir etwas Sauerteig weg für den nächsten Backtag. Dann geht’s weiter mit allen anderen Zutaten. Gut mischen und so viel Wasser, dass ein recht weicher Teig entsteht. Am besten machen wir das in einem großen Weidling oder einem Brotschaffel. Und schon wieder möchte der Teig ausruhen, also zudecken und weitere vier Stunden stehen lassen oder solange, bis sich Blasen bilden. Jetzt können wir den Teig in Stücke teilen, je nachdem, wie groß die Brote werden sollen. Diese Teige kneten wir jetzt nur noch leicht, formen sie und legen sie in Brotkörbe. Noch einmal ein bis zwei Stunden darf der Brotteig ruhen, dann kommt er in den heißen Backofen bei 250°C. Schon nach etwa 10 Minuten auf 220°C zurückschalten. Diese abfallende Temperatur immitiert ein wenig den Holzofen. Nach ungefähr einer Stunde ist das Brot fertig. Wenn du auf die Unterseite klopfst klingt es hohl.

Quelle: Andreas Buchart, im Darm-Buch (erscheint im Juni 2017) 

 

Kräuter-Sauerhonig

Zutaten:

0,2 Liter Apfelessig

Kräuter mit Scharfstoffen (zB Kresse, Krenwurzel), Bitterstoffen (zB Engelwurz, Wacholder) und Farbstoffen (zB Ringelblume)

600 g Honig

Zubereitung: Kräuter und Wurzeln in Essig ansetzen und 3 Wochen im Halbschatten ausziehen. Ab und zu schütteln und den Ansatz beobachten. Danach abseihen und mit Honig mischen. Der Sauerhonig wird mit Wasser aufgegossen und ergibt ein erfrischendes Getränk. Er eignet sich auch gut zum Abrunden von Marinaden oder Saucen.

Quelle: Von Hand gemacht (2016)

 

Sauerkraut: im Schraubglas

etwa 1/4 Kopf Weißkraut fein gehobelt, geknetet und mit 2 TL Salz vermengt

abgekochtes Wasser

2 EL Weißwein

4 frische Weinblätter (wenn vorhanden)

½ Liter Schraubglas

Zubereitung:

1. das Schraubglas mit kochendem Wasser desinfizieren

2. gesalzenes Kraut in das Schraubglas schlichten, Weißwein und Weinblätter zufügen. So viel Wasser zugeben, dass das Kraut bedeckt ist, aber noch 2 cm bis zum Rand frei sind als Gärraum

3. Das Glas fest zudrehen und etwa zehn Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nach zwei bis drei Tagen beginnt der Gärprozess und kleine Bläschen steigen auf, es entsteht Druck.

4. Nach zehn Tagen das Glas in einen kühleren Raum stellen (etwa 15°C) und weitere fünf bis sechs Wochen bei 2 bis 10°C fertig gären lassen.

5. Zur Sicherheit das Glas frühestens nach zehn Wochen öffnen. Traditionell sollte das erste Glas Sauerkraut zu Weihnachten geöffnet werden.

Quelle: Von Hand gemacht (2016)

 

Kräuter gemixt

zu einem feinen, hellgrünen Trunk

 Grüne Pflanzen fein gemixt sind ein prächtiges Angebot an die Verdauung. Mit geringem Aufwand zieht der Körper so Energie, Nährstoffe und bioaktive Substanzen aus den Pflanzen. Ein wenig Zitronensaft verhindert eine schnelle Oxidation, die wir am Farbumschwung erkennen würden. Dazu noch etwas fermentierte Milch als bekömmliche Eiweißquelle und Banane als Kalium- und Magnesiumzusatz. So entsteht ein genussvolles Getränk, das je nach Kräuterwahl noch eine erwünschte Wirkung hat, in diesem Fall beruhigend.

Zutaten

1 Blattsalat nach Saison

1 Handvoll Melisse und Brennnessel

einige Stängel Schafgarbe, Löwenzahn und Pfefferminze

1 Banane

1 EL Zitronensaft

¼ Liter Apfelsaft

¼ Liter Wasser

¼ Liter Buttermilch

Honig nach Geschmack

Zubereitung

Salat, Kräuter, Banane und Zitronensaft mit etwas Wasser in der Küchenmaschine fein mixen. Dann Apfelsaft, Buttermilch und restliches Wasser zufügen und nochmals eine halbe Minuten auf höchster Stufe pürieren. Ein wenig Honig rundet den Geschmack ab.

Das beruhigende Kräutermixgetränk eignet sich auch als kleine bekömmliche Mahlzeit für zwischendurch.

Quelle: Hausmittel für Innere Ruhe (2016)

 

Basilikumwürze

entspannt durch seinen gefälligen Duft

Die Basilikumsole löst die besten Inhaltsstoffe des Krautes heraus, macht sie haltbar und für die kalten Monate verfügbar. Basilikum ist zum Trocknen weniger gut geeignet.

Eine Basilikumsole ist einfach herzustellen und ein praktikables Würzmittel, das sich auch in Pasten, Pürees und dicken Saucen gut verteilt. Sie vermindert Völlegefühl und fördert die Verdauung. Basilikum hat zudem einen günstigen Einfluss bei hohen Blutfettwerten, schützt vor Ablagerungen in den Gefäßen und lässt das Blut gut fließen. Basilikum soll auch eine nervenschützende Wirkung und entspannende Wirkung haben.

Zutaten

2 Hände voll Basilikumkraut frisch

75 g Steinsalz

300 ml Wasser

Zubereitung

Das frische Basilikumkraut klein schneiden und in ein Schraubglas geben, das Steinsalz zugeben und mit Wasser auffüllen. Im Halbschatten drei Wochen ziehen lassen. Dann abseihen, in eine Sprüh- oder Schraubflasche füllen.

Die Basilikumsole einfach auf die fertigen Speisen sprühen.

Quelle: Hausmittel für Innere Ruhe (2016)

 

Brennnesselsirup

Zutaten:

50 etwa 10 cm lange frische Brennnesselspitzen

2 Liter Wasser

70 g Weinsäure

2 kg Zucker

Zubereitung: Das Wasser aufkochen, abkühlen lassen, Brennnesselspitzen und Weinsäure zugeben und über Nacht kühl stellen. Durch dieses Ansetzen ohne Zucker erhalten wir einen leicht rosa gefärbten Sirup mit einem feinen Aroma. Morgens abseihen, ganz kurz aufkochen, denZucker zugeben und unter Rühren auflösen.

 

Hollersprudel

Zutaten:

6 Hollerblütendolden

6 Liter Wasser

1/8 Liter guter Gärungsessig

2 Zitronen in Scheiben geschnitten

600 g Zucker

Zubereitung: Alle Zutaten in ein großes Gefäß füllen, mit einem Tuch abdecken und bei Speisekammertemperatur 2 bis 3 Tage lang stehen lassen. Der Hollersprudel ist dann fertig, wenn er fein säuerlich duftet und schmeckt. Abseihen und kühl stellen. Dieser Sprudel kann auch mit Blüten der Schafgarbe und anderen hergestellt werden.

Quelle: Vergessene Hausmittel

 

Apfelbrot

2 kleine Laibe

Zutaten:                      

1 ½ kg Äpfel, grob geraspelt

250 g Mandeln, grob gehackt

200 g Feigen, grob gehackt

1 Pkg. Lebkuchengewürz

100 g Zucker

100 g brauner Zucker

1/8 l Rum

2 EL Kakao

1 kg Dinkel, fein gemahlen

1 Pkg. Weinsteinbackpulver

Zubereitung: Äpfel, Nüsse, Feigen, Gewürz, Zucker, Rum und Kakao gut mischen und über Nacht rasten lassen.

Am nächsten Tag das Vollkornmehl und das Backpulver dazugeben, gut kneten, zwei Laibe formen und bei 150 bis 160° C etwa 1 ½ Stunden backen.

Frisch schmeckt das Apfelbrot am allerbesten. Tiefgekühlt ist es noch nach Monaten ein Genuss!

 

Zucchinischnitten

1 Backblech

Zutaten:  

3 Eier

¼ l Sonnenblumenöl 

230 g Zucker 

380 g gemahlener Dinkel 

1 TL Weinsteinbackpulver

400 g grob geraspelte, ungeschälte Zucchini

½ TL Zimt

1 Prise Vanille

½ TL Natron

Zubereitung: Das Backrohr auf 175°C vorheizen. Eier, Öl und Zucker schaumig rühren und alle restlichen Zutaten unterheben. Die Masse auf ein Blech streichen und bei 175° C etwa 30 Minuten backen.

Quelle: Gut leben mit Nahrungsmittelallergien (2008)